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Mittwoch, 28. Dezember 2022

Love & Peace in EURASIA- by Fürst Erbischof Dr. Uwe A. E. Rosenkranz













 Ingvarsteine (schwedisch Ingvarsstenarne [1] ist die Bezeichnung für 26 Runensteine[2] in Schweden, die für Waräger errichtet wurden, die zwischen 1036 und 1041 bei einer Expedition unter Ingvar Vittfarne (deutsch „Ingvar der Weitgereiste“ auch Ingvar Emundsson) zum Kaspischen Meer starben.
Oben – zwischen dem Punkt und dem Doppelpunkt der Runentext IKUARI, oder Ingvar vom Runenstein Sö 281
Runenstein von Bjällbrunna (Ög 155)

Sie gehören zu über 130 Runensteinen in Dänemark und Schweden, die von Fahrten von Skandinaviern in andere Länder berichten.[3] Die Expedition Ingvars ist nahezu das einzige geschichtlich fassbare Ereignis im Osten, das auf schwedischen Runensteinen erwähnt wird.[4] Neben dem Runenstein von Tillinge in Uppland (U785) und dem Runenstein G 216 auf Gotland sind die Ingvarsteine die einzigen, die Serkland, die Region am Kaspischen Meer erwähnen.

Historischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die isländische Yngvars saga víðförla und die georgische Kartlis-Chronik berichteten über eine Schlacht bei Bashi am südöstlichen Ufer des Kaspischen Meeres im Machtkampf in Georgien. Daran nahmen auch die Waräger mit 30 Schiffen und 700 Männern teil. Viele von ihnen starben im Kampf, aber die meisten, darunter auch Ingvar, erlagen Krankheiten. Die Runensteine in Schweden wurden zu ihrem Gedenken errichtet.

Im Jahr 1990 präsentierte der Archäologe Mats Larsson (* 1946) eine Zusammenstellung der Texte im Buch Ett ödesdigert Vikingatåg: Ingar den vitfarnes resa 1036–1041 („Eine katastrophale Wikingerexpedition“). Außerdem stellte er eine Theorie über die Expeditionsroute durch Transkaukasien auf.

Ingvarsteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stein von Lundby (Sö 131) – Spjóti (und?) Halfdan, sie errichteten diesen Stein für Skarði, ihren Bruder. Er fuhr nach Osten von hier mit Ingvar, in Serkland liegt der Sohn von Eyvinðr[5]

Södermanland

Uppland

  • U Fv1992;157 Arlanda
Gunnarr und Bjǫrn und Thorgrímr hoben diesen Stein zur Erinnerung an Thorsteinn, ihren Bruder, der tot im Osten mit Ingvarr war, und machte diese Brücke.
  • U 439 Steninge
  • U 644 Ekilla bro
  • U 654 Varpsund
  • U 661 Råby
  • U 778 Svinnegarns kyrka
  • U 837 Alsta, Nysätra
  • U 1143 Tierps kyrka

Västmanland

Östergotland

  • Ög 145 Dagsbergs kyrka
  • Ög 155 Bjällbrunna

Runensteine, die sich möglicherweise auf Ingvars Expedition beziehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Véfastr errichtete diesen Stein zur Erinnerung an Guðmundr, seinen Bruder. Er starb in Serkland. Gott helfe seiner Seele.[10],
  • Vs 1 Stora Ryttene kyrkoruin und
  • Ög 30 Skjorstad

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  http://runeberg.org/antiqtid/10/0028.html)
  2.  Weitere sieben sind mögliche Ingvarsteine: Sö 278 Strängnäs domkyrka, Sö 360 Bjuddby, U 513 Rimbo kyrka, U 540 Husby-Sjuhundra kyrka, U 785 Tillinge kyrka, Vs 1 Stora Ryttene kyrkoruin und Ög 30 Skjorstad; die seinen Namen jedoch nicht erwähnen
  3.  vgl. Runensteine über Fahrten in andere Länder
  4.  Ebenfalls der Leidang unter Führung des Wikingerhäuptling Freygeirr, um 1050
  5.  Inschrift: : sbiuti : halftan : þaiR : raisþu : stain : þansi : eftiR : skarþa : bruþur sin : fur : austr : hiþan : miþ : ikuari : o sirklanti : likR : sunR iuintaR, altnordische Lesart: Spiuti, Halfdan, þæiR ræisþu stæin þannsi æftiR Skarða, broður sinn. For austr heðan með Ingvari, a Særklandi liggR sunR ØyvindaR.
  6.  Jäders kyrka (schwedisch)
  7.  Högstena (schwedisch)
  8.  Balsta (schwedisch)
  9.  Gredby gata (schwedisch)
  10.  Inschrift: uifas-- ... : risa : s(t)in : þ(t)ino : ub : at : k-þmunt : bruþur : sin : han : uarþ : tuþr : a : srklant- kuþ halbi : ant : ans, altnordische Lesart: Vifas[tr] [let] ræisa stæin þenna upp at G[u]ðmund, broður sinn. Hann varð dauðr a Særkland[i]. Guð hialpi and hans.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Gardarike-Runensteine

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Wege durch Gardarike
Gardarike-Runensteine

Gardarike-Runensteine (auch Waräger-Runensteine) ist die Bezeichnung für über 30 Runensteine in Schweden, je einer in Dänemark und Norwegen aus dem 9. bis 11. Jahrhundert. Auf ihnen werden Waräger-Krieger genannt, die in garðar[1] (Kiewer Rus) oder im „Osten“[2] waren und dort gestorben sind.

Über 130 Runensteine werden analog zu markanten benutzten Worten in sieben Gruppen unterteilt: England- (30), Griechenland- (30), Hakon-Jarl- (3), Ingvar- (26), Italien- (4), Ostsee- (Baltikum und Finnland betreffend – 14 Steine) und etwa 30 Waräger-Runensteine, (Russland, Weißrussland, die Ukraine und angrenzende Gebiete betreffend), die es auch in Dänemark und Norwegen in je einem Exemplar gibt. Die Inschriften sind in altnordischer Sprache mit Jüngeren Futhark-Runen beschrieben.

Runensteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uppland (9)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Runenstein von Sjusta
"Diese Rune wurde gemacht zur Erinnerung an Spjallboði (...), er starb in Holmgard (Nowgorod) in der Olavskirche"[3]
  • U 153, U 154, U 209, U 283, U 366, U 504, U 636, U 898,

Södermanland (11)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er endete im Osten[4]
  • Sö 34
Sie endeten auf dem Ostweg[5]
  • Sö 130
Er fiel in Garðar (?)[6]
  • Sö 92, Sö 121, Sö 126, Sö 148, Sö 171, Sö 216, Sö 308, Sö 338

Västmanland (2)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vs 1
Guðleifr setzte das Stück und diesen Stein für Slagvi, seinen Sohn, dieser endete im Osten in Choresmien[7]
  • Vs Fv1988:36
Der Sohn von Viðfastr fuhr in den Osten.[8]

Östergötland (2)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ög 8, Ög 30

Västergötland (3)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vg 135, Vg 184, Vg 197

Öland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Öl 28 (58) (zwischen 1020 und 1050)
Herþrúðr ritzte diesen Stein für ihren Sohn Smiðr, einen guten Mann. Halfborinn, sein Bruder, sitzt in Garðar.[9]

Gotland (4)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • G 114, G134, G 220, G 280

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DR 108
Er starb im Osten[10]

Norwegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Engli errichtete diesen Stein für Þóraldr, seinen Sohn, dieser starb in Vitaholm zwischen Utaulms und Garðar"[11][12]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  altnordisch karþa (Ö 28, N 62), genannt, in hulmkarþ (Nowgorod, U 687), uitahol(m) (unbekannt, N 62) und utaulms (unbekannt, N 62)
  2.  altnordisch austr (Osten) oder austruiki (Ostweg)
  3.  Inschrift: ' tauþr ' i hulmkarþi ' i olafs * kriki ' ubiR * risti ' ru
  4.  Inschrift: (...) antaþis : austr : at þikum, Umschrift: (...) Hann ændaðis austr at þingum
  5.  Inschrift: (...) * entaþus * i * austruiki, Umschrift: ændaðus i austrvegi
  6.  Inschrift: h=a l=f kirþu o, Umschrift: Hann(?) fiall(?) [i(?)] Garðum(?) ...
  7.  Inschrift: + kuþlefR + seti : stff : auk : sena : þasi : uftiR slakua : sun : sia : etaþr : austr * i * karusm, Umschrift: GuðlæifR satti staf ok stæina þasi æftiR Slagva, sun sinn, ændaðr austr i Garðum(?)/Chorezm(?). Gehört wahrscheinlich zu den Ingvar-Runensteinen (1037–1041) am Kaspischen Meer
  8.  Inschrift: taf : lit : risa : estn : þina : hitiR : kri(m)ut ÷ uas : farin : sun : (u)iþfast-- : aust:arla ulfr : auk : uibiurn : -... kitilas : krþi : b-...(u) * (o) : s---, Umschrift: Taf(?) let ræisa stæin þenna æftiR Grimmund. VaR farinn, sunn Viðfast[aR], austarla.
  9.  Inschrift: harþruþr + raisti + stain + þinsa + aiftiR + sun + sin + s(m)iþ + trak + kuþan + halfburin + bruþiR ans + sitr + karþum brantr + rit- × iak þu raþa + khn, Umschrift: Hærþruðr ræisti stæin þennsa æftiR sun sinn Smið, dræng goðan. Halfborinn, broðiR hans, sitr Garðum. Brandr rett hiogg, þy raða kann.
  10.  Inschrift: uarþ (:) tuþr : ustr, Umschrift: æs warþ døþr østr
  11.  Inschrift "× ikli × reisti stein þana eftir × þoral... sun sin is uarþ tauþr × i uitahol(m)(i) miþli u(i)taulms auk karþa ×", N 62
  12.  vgl. N 61 auf demselben Stein 10. Jhd. Inschrift: "iurun ¤ rais(t)i [¤] s(t)ain ¤ þina ¤ af(t)ir [¤] au-aun- ¤ is ¤ (h)ana ¤ --(t)i [¤] auk ¤ furþi ¤ af ¤ hrikariki ¤ u(t)an ¤ ur ulb¤aui-" und "× auk ¤ (m)unta¤stain ¤ ----ir ¤ þusi ×", Text nach Terje Spurkland, Norwegian Runes and Runic Inscriptions, Boydell Press, Woodbridge 2005, S. 101 ISBN 1-84383-186-4

Weg von den Warägern zu den Griechen

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Handelswege der Waräger. Der Handelsweg nach Byzanz ist blau eingezeichnet.

Der Weg von den Warägern zu den Griechen[1] (russisch Путь из варяг в греки) war eine von mittelalterlichen Kaufleuten und Kriegern genutzte (Handels-)Route über die Wasserwege Osteuropas. Sie verband die Ostseeregion mit dem Byzantinischen Reich. Der Weg spielte eine bedeutende Rolle bei der Ausbreitung der Herrschaft der Waräger über das von ihnen Gardarike (Reich der Burgen) genannte Gebiet der Ostslawen sowie bei der Gründung der Kiewer Rus.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weg führte aus der Ostsee die Newa entlang zum Ladogasee, aus ihm über den Wolchow zum Ilmensee, dann über die Lowat. Dort wurden die Boote über eine kurze Portage zur Westlichen Dwina transportiert und die Reise ging weiter stromaufwärts.

Ein weiterer Weg führte von der Westlichen Dwina bis zur Kasplja und von dort über eine Portage zum oberen Dnepr am bedeutenden Handelsplatz Gnjosdowo nahe dem heutigen Smolensk. Danach konnte man nach Süden bis zum Schwarzen Meer segeln.

Parallel bestand auch ein östlicher Wasserweg über die Wolga und das Kaspische Meer nach Persien.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänglich wurde dieser Weg, wie auch die parallelen, von den Wikingern für Raubzüge auf wirtschaftlich und kulturell entwickelte Städte und Länder Europas genutzt, darunter das Byzantinische Reich. Später wurde er zum Handelsweg zwischen Nordeuropa und Byzanz. Mit fortschreitender Erschließung dieser Route brachten die Skandinavier die anliegenden Gebiete mit slawischer Bevölkerung unter ihre Kontrolle. Die warägisch-slawische Geschichte verlief anfangs wechselvoll mit Eroberungen der Waräger und ihren erneuten Vertreibungen. Später jedoch entstanden warägisch-slawische Stadtstaaten und Fürstentümer der warägischen Rurikiden-Dynastie. Dies geschah zunächst in Nowgorod, dann in Staraja Ladoga, in Smolensk (siehe Gnesdowo) und in Kiew. Als die Herrschaftsgebiete in einen einheitlichen Staat zusammengeschlossen wurden, nahm Kiew die Rolle des Zentrums ein.

Mit der Zeit nahm die Bedeutung des Weges ab. Die Zersplittertheit der Rus-Fürstentümer, der Niedergang von Byzanz, die Zentralisierung Skandinaviens und schließlich der Mongolensturm setzten der Nutzung des Weges ein Ende.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  Wird in der deutschen Geschichtsschreibung als Übersetzung des festen russischen Begriffs verwendet, siehe Heinrich KunstmannDie Slaven. ihr Name, ihre Wanderung nach Europa und die Anfänge der russischen Geschichte in historisch-onomastischer Sicht. Franz Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06816-3S. 216.

Waräger-Runensteine

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Warägerrouten

Waräger-Runensteine ist eine Bezeichnung für Runensteine in Dänemark, Norwegen und Schweden, die Personen erwähnen, die in der Kiewer Rus, im Byzantinischen Reich, in Georgien oder allgemein „jenseits des Baltikums oder Finnlands, im Osten“ waren und dort starben.

Über 130 Runensteine werden analog zu markanten benutzten Worten in sieben Gruppen unterteilt: Ostsee- (das Baltikum und Finnland betreffend – 14 Steine), England- (30), Griechenland- (30), Hakon Jarl- (3), Italien- (2), Ingvar- (26) und etwa 30 Waräger-Runensteine, (Russland, Weißrussland, die Ukraine und angrenzende Gebiete betreffend), die es auch in Dänemark und Norwegen in wenigen Exemplaren gibt.

Waräger-Runensteine werden unterteilt in

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sven Birger Fredrik Jansson:: Runes in Sweden. Gidlunds, Stockholm 1987, ISBN 91-7844-067-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Gardarike

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Gardarike ab 884 (rot),
slawische Siedlungen (grau),
Einflussgebiet der ChasarenWolgabulgarenPetschenegen (blau)

Gardarike (altisländisch Garðariki) ist die altnordische Bezeichnung für die Kiewer Rus in Isländersagas im 13. Jahrhundert.

Bezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Runensteinen in Schweden wurde im 11. Jahrhundert der Begriff karþ (altnordisch garðar) erwähnt, wahrscheinlich für das Gebiet der Kiewer Rus. In Isländersagas erschien im 13. Jahrhundert die Bezeichnung garðariki für dieses Gebiet.[1]

garðar ist das germanische Wort für Burg, umzäuntes Gelände.[2] Zur üblichen slawischen Übersetzung grad für Burg (urslawischgordъaltslawischgradъ) besteht keine unmittelbare Verbindung, beide gehen aber auf dieselbe, sehr verbreitete urindoeuropäische Wurzel zurück.[3] riki bedeutete Reichgarðariki bedeutete Reich der Burgen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 8. Jahrhundert gründeten skandinavische Kaufleute und Krieger (Waräger) Siedlungen entlang der großen Flüsse Wolchow und Dnjepr auf dem Weg ins Byzantinische Reich (Ladoga um 750). Um 864 entstand das Herrschaftsgebiet der skandinavischen Rus um Ladoga und Holmgard, die Nowgoroder Rus. Um 884 wurde das Gebiet erweitert zur Kiewer Rus.

In den Sagas wurden erwähnt

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  Dabei wurde der historische Begriff Garðar (Städte) erweitert zu Garðariki – wobei wohl aus einer unscharfen Vorstellung der damaligen Verhältnisse die Idee von einem einzigen Staat, wie es ihn später gab, in das 9. Jahrhundert projiziert wurde.vgl. dazu Sverrir Jakóbsson, 2005
  2.  Im Deutschen der Garten, englisch garden
  3.  Eintrag aus dem Russischen Etymologischen Wörterbuch von Max Vasmer (russisch, Kopie im russischen Wiktionary). 

Eurasische Wirtschaftsunion

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Eurasische Wirtschaftsunion
EAWU, EAEU[1], EEU[2]

Emblem

Flagge

Aktuelle Mitglieder
OrganisationsartWirtschaftsunion
Sitz der Organe Almaty (Entwicklungsbank)
 Minsk (Gerichtshof)
 Moskau (Kommission)
Vorsitz Kirgisistan
(seit 1. Januar 2022)
Mitgliedstaaten5:

 Armenien
 Belarus
 Kasachstan
 Kirgisistan
 Russland

Beobachter Kuba
 Moldau
 Usbekistan
Amts- und Arbeitssprachen

Armenisch
Belarussisch
Kasachisch
Kirgisisch
Russisch

Fläche20.264.539 (incl. Krim) km²
Einwohnerzahl182,6 Mio.
Bevölkerungsdichte8,99 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt3.915,7 Milliarden USD[3]
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner12.031 USD
Gründung* Erster Vorschlag: 1994
Währungen

Armenischer Dram (AMD)
Belarussischer Rubel (BYN)
Kasachischer Tenge (KZT)
Kirgisischer Som (KGS)
Russischer Rubel (RUB)

ZeitzoneUTC +3 bis UTC +12
www.eaeunion.org

Die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWUEAEU,[1] EEU[2]) ist ein Zusammenschluss von ArmenienBelarusKasachstanKirgisistan und Russland zu einem Binnenmarkt mit Zollunion im Nordosten Eurasiens. Die Wirtschaftsunion ging mit Wirkung zum 1. Januar 2015 aus der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft hervor und ist strategisch ein Gegenpol zur EU.

Das Gründungsabkommen wurde am 29. Mai 2014 von BelarusKasachstan und Russland unterzeichnet. Mit Armenien wurde am 10. Oktober 2014 ein Beitrittsabkommen unterzeichnet.[4][5][6] Kirgisistan ist der Union am 12. August 2015 beigetreten[7]. Ziel der Eurasischen Wirtschaftsunion ist es, den Austausch von Waren, Kapital, Dienstleistungen und Arbeit zu erleichtern. Außerdem wollen die fünf Länder nach dem Vorbild der Europäischen Union Teile ihrer Wirtschaftspolitik koordinieren.[8]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Namen Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) und Eurasische Union (EaU) wurden im Laufe der Jahre verschiedentlich verwendet. In seiner Gründungsansprache vor dem Supreme Eurasian Economic Council nutzte Wladimir Putin beide Begriffe.[9] Die offizielle Website nutzt in der englischen Version die Bezeichnung Eurasian Economic Union mit der Abkürzung „EAEU“.

Mitgliedstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliedstaaten der EAWU (Krim umstritten)
StaatHauptstadtUnterzeichnungs­datumBeitrittsdatumEinwohner in Mio.Ein­wohner in %Fläche in km²Fläche in %
 ArmenienJerewan10. Oktober 2014[10]2. Januar 2015[10]3,0
(2018)
1,6 %29.8000,15 %
 BelarusMinsk29. Mai 2014[11]1. Januar 2015[11]9,5
(2016)
5,2 %207.5951,02 %
 KasachstanNur-Sultan29. Mai 2014[11]1. Januar 2015[10]18,0
(2017)
9,9 %2.724.90013,45 %
 KirgisistanBischkek23. Dezember 2014[11]12. August 2015[12]5,6
(Schätzung 2012)
3,0 %199.9000,99 %
 RusslandMoskau29. Mai 2014[11]1. Januar 2015[11]146,5
(Schätzung 2015, mit Krim)
80,2 %17.102.344 (mit Krim)84,40 %
SUMME182,6100 %20.264.539100 %

Beitrittskandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regierung Tadschikistans hat ihr Interesse erklärt, der Organisation beizutreten.[13] Studien sollen vorab mögliche wirtschaftliche Folgen für das Land klären. Tadschikistan war bereits Mitglied der verschiedenen Vorgängerorganisationen. Aktuell hat Tadschikistan den Status eines Beitrittskandidaten.[14]

Mögliche Erweiterungskandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Basis von unterschiedlichen Partnerschaften der GUS-Staaten und politischer Äußerungen werden eine Reihe von Staaten als mögliche Beitrittskandidaten gehandelt. Hierzu gehören unter anderem Tadschikistan, die Mongolei und Usbekistan.[15] Teilweise sind dies politische Prozesse, zu denen noch keine endgültige Position gefunden oder kommuniziert wurde. Zu beachten ist, dass Kasachstan, Kirgisistan und die anderen zentralasiatischen Staaten bereits Mitglied in der vom Iran und der Türkei angeführten Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit sind. Der kasachische Staatspräsident Nursultan Nasarbajew sprach sich 2013 dafür aus, die Türkei zur Mitgliedschaft einzuladen.[16]

Ukraine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit hatte die russische Regierung erfolglos versucht, die Ukraine in die Planungen zur Eurasischen Wirtschaftsunion mit einzubeziehen. Im August 2013 beantragte die Ukraine einen Beobachterstatus in der Eurasischen Wirtschaftsunion.[17] Unter Wiktor Janukowytsch hatte sich die ukrainische Regierung allerdings auch zum Ziel gesetzt, im November 2013 ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union zu unterzeichnen.[18]

Das geplante Assoziierungsabkommen wurde einerseits aufgrund politischer Differenzen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union und noch mehr durch den Druck Russlands[19] im November 2013 ausgesetzt. Diese Ankündigung führte in Kiew zu Unruhen (siehe Euromaidan) und schließlich zum Sturz des Präsidenten Janukowytsch und seiner Regierung. Die ukrainische Übergangsregierung unterzeichnete das Abkommen mit der EU schließlich im Frühling 2014.

Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine haben sich durch die russische Annexion der Krim und den Krieg im Donbass immens verschlechtert. Nach russischen Angaben war das Inkrafttreten des EU-Freihandelsabkommens der Grund zur einseitigen russischen Aufhebung des 2011 getroffenen Freihandelsabkommens mit der Ukraine per 1. Januar 2016.[20][21]

Usbekistan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. November 2013 sagte der usbekische Senatsvorsitzende Ilgisar Sobirov, dass Usbekistan den Beitritt zur Zollunion von Russland, Belarus und Kasachstan erwäge.[22] Der damalige usbekische Präsident Islom Karimov wies das jedoch zurück.[23] Laut repräsentativen Umfragen sprachen sich 2012, 2013 und 2014 zwei Drittel der usbekischen Bevölkerung für einen Beitritt zur Eurasischen Wirtschaftsunion aus.[24] Präsident Karimov hingegen sprach sich zu mehreren Gelegenheiten gegen die Eurasische Wirtschaftsunion aus.[25][26]

Am 11. Mai 2020 stimmte der Senat, das Oberhaus des usbekischen Parlaments dafür, dass das Land der Organisation als Beobachter beitreten darf. Das Ergebnis war deutlich: Von den 91 Abgeordneten stimmten 71 für den Beobachterstatus, 16 dagegen, und vier enthielten sich. Das Senatsvotum war die letzte Hürde zur Realisierung des Vorhabens. Bereits Ende April hatte das Unterhaus mit großer Mehrheit dafür gestimmt. Damals hatten 132 von 150 Abgeordneten an der Abstimmung teilgenommen. 86 hatten mit „Ja“ gestimmt, bei 32 „Nein“-Stimmen und 14 Enthaltungen. Am 11. Dezember 2020 wurde Usbekistan der Status eines Beobachters verliehen.[27]

Mongolei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Treffen mit dem mongolischen Botschafter mit Tigran Sargsjan, dem Vorsitzenden der Eurasischen Wirtschaftskommission, im September 2016 erklärte der Pressedienst der Eurasischen Wirtschaftsunion, dass die Mongolei überlege, der EAWU beizutreten.[28]

Aserbaidschan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Interview mit Dmitri Kisseljow, dem Leiter des russischen Medienunternehmens „Rossija sewodnya“ (Russland heute), im Oktober 2016 in Baku sagte Präsident İlham Əliyev, Aserbaidschan sei mit seiner jetzigen außenpolitischen Verfassung (Nichtmitgliedschaft in einer Organisation) grundsätzlich zufrieden. Sollte jedoch die Eurasische Union künftig attraktiver werden, könne man über eine Mitgliedschaft nachdenken.[29]

Armenien, das sich im langjährigen Konflikt mit Aserbaidschan um die Region Bergkarabach befindet, hat bereits angekündigt, gegen eine mögliche Mitgliedschaft Bakus in der EAWU sein Vetorecht einzulegen. Zuvor hatte der ehemalige Berater von Putin Sergei Glasjew betont, der Beitritt Aserbaidschans zur EAWU hänge von der Position Armeniens ab.[30]

Syrien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der syrische Ministerpräsident Wael al-Halki äußerte im Juli 2015 Interesse an einem Beitritt Syriens zur Eurasischen Wirtschaftsunion.[31]

International nicht allgemein anerkannte Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donezker und Lugansker Volksrepubliken (Ukraine)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits kurz nach Gründung der Volksrepublik Donezk erklärten Vertreter der international nicht anerkannten Republik, dass die Donezker Volksrepublik Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion werden will.[32]

Gemeinschaft nicht-anerkannter Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinschaft nicht-anerkannter Staaten (offiziell: Gemeinschaft für Demokratie und die Rechte der Völker) ist ein informeller Zusammenschluss der nach dem Zerfall der Sowjetunion entstandenen, aber international überwiegend nicht anerkannten De-facto-Regime in Abchasien, Bergkarabach, Südossetien und Transnistrien.

Abchasien und Südossetien (Georgien)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2013 berichteten georgische Fernsehsender, dass die international nicht anerkannten Republiken Abchasien und Südossetien in die Eurasische Wirtschaftsunion integriert werden könnten.[33] Dazu wäre es nötig, dass Belarus, Kasachstan und Armenien die Unabhängigkeit dieser Gebiete ebenfalls anerkennen, was sie in eine offene Konfrontation mit Georgien brächte. „Deshalb hat Moskau nun den Plan ausgeheckt, die beiden Gebiete stärker zu integrieren“, sagte im Oktober 2014 der georgische Parlamentspräsident Dawit Ussupaschwili, für Georgien „ein weiterer Schritt hin zur definitiven Annexion“.[34] Ein abchasisch-russisches Assoziierungsabkommen vom November 2014 legt fest, dass Abchasien seine Handelsgesetze an die der Eurasischen Wirtschaftsunion angleicht.[35] Durch bilaterale abchasisch-russische und südossetisch-russische Integrationsverträge werden diese beiden Republiken de facto mit der Eurasischen Union assoziiert.[36]

Transnistrien (Moldau)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Präsident der international nicht de jure anerkannten De-facto-Republik Transnistrien (Eigenbezeichnung: Pridnestrowien) verabschiedete am 20. November 2012 ein außenpolitisches Konzept für den Beitritt seines Landes. In diesem wird die Integration Transnistriens in die Zollunion/Eurasische Union als eine Priorität der transnistrischen Außenpolitik definiert.[37]

Bergkarabach (Aserbaidschan)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2013 kündigte Armenien an, der Zollunion von Belarus, Kasachstan und Russland beitreten zu wollen. Experten schätzten damals, dass mit einem Beitritt Armeniens de facto auch die international nicht anerkannte Republik Bergkarabach in die Eurasische Wirtschaftsunion integriert würde.[38] Der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew äußerte im Dezember 2013 Bedenken, dass keine zuverlässige Zollgrenze zwischen Armenien und Bergkarabach gezogen werden könne. Der armenische Präsident Sersch Sargsjan blieb daraufhin dem Zollunionstreffen im April 2014 in Minsk fern.[39] Nasarbajew bekundete jedoch, dass er alle vorhandenen Uneinigkeiten auf dem Weg zur Eurasischen Union für überwindbar hält.[40] Der Vorsitzende des Außenpolitikausschusses im armenischen Parlament, Artak Zakarian, kündigte am 14. Mai 2014 an, dass Armenien keine Zollgrenze zu Bergkarabach errichten werde.[41] Der russische Außenminister Sergei Lawrow versicherte jedoch seinem aserbaidschanischen Pendant, dass Berg-Karabach nicht in die Zollunion/EaU integriert werden würde.[42]

Beobachter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peru[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei seiner Russland-Reise im November 2014 erklärte der peruanische Präsident Ollanta Humala, dass Peru einen Beobachterstatus in der Eurasischen Wirtschaftsunion anstrebe.[43][44]

Republik Moldau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. Mai 2018 wurde bekannt, dass die Republik Moldau den Status eines Beobachters erhält.[45]

Kuba[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Dezember 2020 wurde Kuba zusammen mit Usbekistan der Status eines Beobachters verliehen.[27]

Freihandelsabkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ägypten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pläne zur Etablierung einer Freihandelszone zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion und Ägypten gehen bis 2015 zurück, wurden damals allerdings zunächst nicht umgesetzt.[46][47] 2019 bis 2020 verdichteten sich dann wieder die Berichte, dass an einem Freihandelsabkommen gearbeitet wird.[48][49]

Vietnam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Presseberichten zufolge haben Vietnam und die Eurasische Wirtschaftsunion vor dem 31. Januar 2015 die Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen abgeschlossen. Die Unterzeichnung fand in einer Zeremonie in der vietnamesischen Provinz Kien Giang statt. Mit ihr wurden rechtliche und praktische Barrieren in verschiedenen Bereichen wie z. B. dem Handel, geistigem Eigentum sowie Quarantänevorschriften für Pflanzen und Tiere, abgebaut.[50]

Einer weiteren Quelle zufolge erfolgte der Abschluss des Freihandelsabkommens in Burabay, Kasachstan. Das Abkommen wurde demnach vom vietnamesischen Premierminister Nguyen Tan Dung und den Premierministern der EUAW-Mitgliedsstaaten im Beisein des Vorsitzenden der Eurasischen Wirtschaftskommission der EAWU Wiktor Christenko unterzeichnet[51] und trat am 5. Oktober 2016 in Kraft.[52] Dieses Freihandelsabkommen ist das erste, das die EAWU mit einem anderen Staat geschlossen hat.[52]

Serbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Oktober 2019 unterzeichneten Serbien sowie die Mitgliedsstaaten der EAWU ein Freihandelsabkommen. Das Abkommen, verhandelt seit 2016, erweitert die bisherigen bilateralen Verträge mit Russland, Belarus und Kasachstan um die weiteren Mitglieder Armenien und Kirgisistan. Demnach kann Serbien 2.000 Tonnen Zigaretten, 90.000 Liter Wein, 400 Tonnen Käse aus Kuhmilch sowie unbegrenzte Mengen an Ziegenkäse, Schafskäse und Obstbrand zollfrei in die EAWU exportieren.[53][54]

Mögliche Kandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volksrepublik China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staaten der Eurasischen Wirtschaftsunion haben einen Beschluss für die Aufnahme von Verhandlungen über den Abschluss eines Freihandels- und Wirtschaftskooperationsabkommens mit der Volksrepublik China angenommen.[55]

Europäische Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ersten Januarwoche 2015 schlug der russische Botschafter Wladimir Tschischow der EU vor, keine gemeinsame Freihandelszone mit Nordamerika (TTIP) zu bilden, sondern eine mit der Eurasischen Wirtschaftsunion.[56] Dabei könnten auch die Länder der Östlichen Partnerschaft, die bislang weder der EU noch der EAWU angehören, eine Rolle spielen.[57]

Am 23. Januar 2015 griff die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Vorschlag bei Gesprächen in Davos auf[58] und sprach von der Möglichkeit einer Freihandelszone „von Lissabon bis Wladiwostok“. Voraussetzung sei eine friedliche Lösung der Ukrainekrise.[59]

Indien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Presseberichten zufolge hat Indien Interesse an einem Freihandelsabkommen mit der Eurasischen Wirtschaftsunion bekundet.[60]

Iran[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eurasische Wirtschaftsunion und der Iran planen die Weichen für eine gemeinsame Freihandelszone zu stellen.[61] Im Mai 2018 wurde am Rande des Wirtschaftsforums in der kasachischen Hauptstadt Astana ein Interimsabkommen mit einer Laufzeit von vorerst drei Jahren zur Schaffung einer Freihandelszone unterzeichnet.[62] Es wurde vereinbart, dass innerhalb dieser Zeit sich die Seiten auf ein vollständiges Abkommen über die Freihandelszone einigen werden.

Simbabwe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simbabwe äußerte den Wunsch zu einem gemeinsamen Freihandelsabkommen.[63]

Tunesien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tunesische Behördenvertreter haben im Januar 2015 den Wunsch geäußert, mit der Eurasischen Wirtschaftsunion eine Freihandelszone zu bilden.[64]

Türkei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angesichts anhaltender Spannungen mit verschiedenen Ländern der Europäischen Union droht die Türkei aus dem 1995 unterzeichneten Abkommen über die gemeinsame Zollunion mit der EU auszutreten und stattdessen eine neue Zollunion mit der Eurasischen Union zu konstituieren.[65]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bestrebungen zur Gründung einer Eurasischen Union gehen auf den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew zurück, der diese bereits 1994 ins Gespräch brachte.[66][67] Zwei Jahre später, am 29. März 1996, wurde die Gemeinschaft Integrierter Staaten gegründet. Ihre Arbeit nahm sie faktisch nie auf, jedoch gründeten die fünf Mitglieder 2000 die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft.[68] Ziel beider Bündnisse war der Abbau von Handelshemmnissen.

Zollunion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Juli 2010 wurde innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft eine Zollunion gegründet, die Russland, Belarus und Kasachstan umfasste. Ursprünglich für 1. Januar geplant, musste das Inkrafttreten aufgrund der ausstehenden Ratifikation des Zollkodexes durch Belarus verschoben werden. Alle Zollgrenzen zwischen den drei Staaten wurden bis Juli 2011 abgebaut. Die Ukraine genießt durch verschiedene Freihandelsabkommen bei vielen Gütern zollfreien Zugang zum gemeinsamen Markt der Zollunion.[69][70] Am 19. Oktober 2011 gab die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft bekannt, dass Kirgisistan in naher Zukunft der Zollunion beitreten würde.[71]

Bereits im Oktober 2011 unterzeichneten Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Moldawien, Russland, Tadschikistan, die Ukraine und Belarus ein weiteres Abkommen zur Bildung einer Freihandelszone.[72]

Am 18. November 2011 unterzeichneten die Präsidenten von Russland, Belarus und Kasachstan ein Grundsatzabkommen, in dem die Schaffung der Eurasischen Wirtschaftsunion mit Januar 2015 festgesetzt wurde. Bereits ab 2012 sollte dabei ein Übergang in die nächste Phase der Integration stattfinden, in diesem Jahr würde die Eurasische Wirtschaftskommission ihre Arbeit aufnehmen.[73]

Gemeinsamer Wirtschaftsraum und Streit um supranationales Parlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 2012 wurde als nächster Schritt der gemeinsame Wirtschaftsraum (CES) in Russland, Kasachstan und Belarus verwirklicht. Damit gibt es einen gemeinsamen Wirtschaftsraum für Waren, Kapital, Dienstleistungen und Arbeit.[74]

Dies stellt die Voraussetzung für eine stabile und effiziente Entwicklung der Volkswirtschaften der Teilnehmer und der Erhöhung des Lebensstandards dar. Der Gemeinsame Wirtschaftsraum basiert auf der Grundlage der Normen und Grundsätze der Welthandelsorganisation und ist in jeder Phase seiner Entstehung offen gegenüber dem Beitritt anderer Staaten. Der Politologe Fjodor Lukjanow meinte hierzu, dass Russland vor allem die Ukraine umwerbe: „Stimmt Kiew dem Beitritt zur Eurasischen Wirtschaftsunion zu, würde sie sofort zu einer mächtigen regionalen Struktur.“[75] Im Februar 2012 erfolgte die Einrichtung der Eurasischen Wirtschaftskommission, die sowohl die Zollunion als auch den gemeinsamen Wirtschaftsraum reguliert.

Im Februar 2012 sagte der Vorsitzende der russischen Staatsduma Sergei Naryschkin, dass nach der Gründung der Zollunion und des gemeinsamen Wirtschaftsraums die Staaten beabsichtigen, mit der Schaffung der supranationalen Behörden zu beginnen. Da die eurasische Kommission keine gesetzgebende Funktion erhalten soll, könne man in naher Zukunft über die Errichtung eines eurasischen Parlaments sprechen.[76] Dieses soll die Interparlamentarische Versammlung der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft ablösen und Rechtsvorschriften in den grundlegenden Bereichen des Rechts entwickeln. Schlussendlich solle es ein vollwertiges, demokratisch gewähltes Parlament werden. Die drei Länder der Zollunion haben laut Naryschkin eine Arbeitsgruppe für die Bildung eines solchen neuen Parlaments organisiert. Dieser russische Vorstoß wurde vonseiten Kasachstans jedoch mit Skepsis aufgenommen, so meinte der Sekretär der kasachischen Einheitspartei, Yerlan Karin: „Man sollte nicht in die politische Komponente hineinhetzen, sondern sich auf die wirtschaftliche Integrierung fokussieren.“[77] Nachdem im September 2013 erneut von russischer Seite bekräftigt wurde, dass man ein eurasisches Parlament plane, stellte der Vorsitzende des kasachischen Außenkomitees Maulen Ashimbayev klar, dass Kasachstan diese Initiative nicht unterstütze: „Das Maximum, über das wir in diesem Vertrag sprechen, ist die Vereinbarung über die interparlamentarische Zusammenarbeit – und die gibt es bereits.“[78]

Am 19. Dezember 2012 erklärte der wirtschaftliche Berater Wladimir Putins, Sergej Glasjew, dass über die Einführung einer einheitlichen Währung in der Eurasischen Wirtschaftsunion mehrfach diskutiert, aber bislang nicht entschieden wurde. Er meinte zudem, dass im Rahmen der Zollunion der Rubel natürlich vorherrsche: „Das Gewicht des Rubels im gegenseitigen Handel der drei Länder ist etwa 90 %.“[79]

Im September 2013 kündigten die Präsidenten Armeniens und Russlands an, dass der Kaukasusstaat der Zollunion und in Folge auch der Eurasischen Union beitreten werde.[80] Auch Syrien erklärte die Absicht, der Zollunion beitreten zu wollen.[81]

Im Oktober 2013 äußerte sich der belarussische Präsident Aljaksandr Lukaschenka zu der Frage, wie tief die Integrierung der Wirtschaftsunion gehen sollte. Dabei unterstützte er die kasachische Position und meinte, man müsse das tun, was für die Menschen im Moment wichtig sei. „Wir müssen unabhängige und souveräne Staaten sein“, sagte Lukaschenko weiter. Über einen politischen Überbau und eine einheitliche Währung brauche man nicht sprechen, solange man nicht weit genug dafür gekommen sei.[82]

Auch der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew bekräftigte im Dezember 2013, dass man eine politische Union ausschließe: „Bereiche wie Grenzschutz, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Gesundheit, Bildung (...) und Kultur haben nichts mit ökonomischer Integration zu tun und können deshalb nicht im Rahmen einer Wirtschaftsunion stattfinden. Als unabhängiger Staat kooperieren wir (auch) mit anderen Staaten und Organisationen. Die Union sollte uns dabei nicht behindern.“[83] Nasarbajew schlug zudem vor, die Türkei in die Union aufzunehmen, um Befürchtungen entgegenzuwirken, dass man eine „zweite UdSSR plane“.[84]

Anfang Mai 2014 verkündete Lukaschenka nach Gesprächen mit der russischen Regierung, dass aus belarussischer Sicht alle Probleme gelöst seien. Vor allem beim Export von in Belarus produzierten Autos nach Russland hätte man sich geeinigt, also würde man den Vertragsabschluss für die Wirtschaftsunion nicht blockieren.[85]

Am 29. Mai 2014 unterzeichneten die Präsidenten von Russland, Kasachstan und Belarus den Gründungsvertrag für die Wirtschaftsunion in Astana. Die nationalen Parlamente segneten den Vertrag im September bzw. Oktober desselben Jahres ab.

Am 10. Oktober 2014 wurde ein Beitrittsabkommen mit Armenien geschlossen, am 23. Dezember eines mit Kirgisistan. Aufgrund diverser Fristen tritt Kirgisistan der Union erst im Mai 2015 bei, das kirgisische Parlament hat jedoch einige Unionsgesetze verfrüht angenommen, um in diversen Bereich schon von Jahresbeginn an zusammenzuarbeiten.

2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaftsunion wurde per 1. Januar 2015 errichtet. Armenien wurde de jure erst ab dem 2. Januar Mitglied der Union, und Kirgistan erst ab Mai 2015. Dennoch nehmen sie de facto bereits ab dem Etablierungsdatum teil.[86]

Ratifizierung des Vertrages[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrag über die Eurasische Wirtschaftsunion[87]
LandDatum der EntscheidungInstitutionSymbol thumbs up.svg JaSymbol thumbs down.svg NeinEnthaltungenAbwesenheitInkrafttretenQuellen
 Belarus9. Oktober 2014Belarussisches Repräsentantenhausnicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst1. Januar 2015[88][89]
9. Oktober 2014Belarussischer Rat der Republik64000[90]
9. Oktober 2014Präsidentunterzeichnet[91]
 Kasachstan9. September 2014Mäschilis1010341. Januar 2015[92][93]
9. Oktober 2014Kasachischer Senatnicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst[94][95]
14. Oktober 2014Präsidentunterzeichnet[96][97]
 Russland26. September 2014Duma4410181. Januar 2015[98][99]
1. Oktober 2014Föderationsrat1400030[100][101]
3. Oktober 2014Präsidentunterzeichnet[102][103]
Vertrag über den Beitritt der Republik Armenien in die Eurasische Wirtschaftsunion am 29. Mai 2014[104]
LandDatum der EntscheidungInstitutionSymbol thumbs up.svg JaSymbol thumbs down.svg NeinEnthaltungenAbwesenheitInkrafttretenQuellen
 Armenien4. Dezember 2014Nationalversammlung10371202. Januar 2015[105][106]
30. Dezember 2014Präsidentunterzeichnet
 Belarus19. Dezember 2014Belarussischer Rat der Republiknicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst2. Januar 2015[107][108]
19. Dezember 2014Belarussisches Repräsentantenhausnicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst[109][110]
29. Dezember 2014Präsidentunterzeichnet
 Kasachstan18. Dezember 2014Mäschilisnicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst2. Januar 2015[111][112]
19. Dezember 2014Kasachischer Senatnicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst[113][114]
24. Dezember 2014Präsidentunterzeichnet[115]
 Russland10. Dezember 2014Duma4411082. Januar 2015[116][117]
17. Dezember 2014Föderationsrat1490021[118][119]
22. Dezember 2014Präsidentunterzeichnet[120]
Vertrag über den Beitritt der Kirgisischen Republik in die Eurasische Wirtschaftsunion am 23. Dezember 2014
LandDatum der EntscheidungInstitutionSymbol thumbs up.svg JaSymbol thumbs down.svg NeinEnthaltungenAbwesenheitInkrafttretenQuellen
 Armenien16. Juni 2015Nationalversammlung9140012. August 2015[121]
18. Juni 2015Präsidentunterzeichnet
 Belarus26. Juni 2015Belarussischer Rat der Republiknicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst12. August 2015[122]
30. Juni 2015Belarussisches Repräsentantenhausnicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst[123]
24. Juli 2015Präsidentunterzeichnet[124]
 Kasachstan1. Juli 2015Mäschilisnicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst12. August 2015
9. Juli 2015Kasachischer Senatnicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst
5. August 2015Präsidentunterzeichnet[125]
 Kirgisistan20. Mai 2015Dschogorku Kengesch9620012. August 2015[126]
21. Mai 2015Präsidentunterzeichnet[127]
 Russland1. Juli 2015Duma43700212. August 2015[128]
8. Juli 2015Föderationsratnicht befasstnicht befasstnicht befasstnicht befasst
13. Juli 2015Präsidentunterzeichnet[129]

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Wladimir Putin wird die EAWU zu einem der Pole der modernen Welt werden und die Rolle eines Bindeglieds zwischen Europa und der dynamischen asiatisch-pazifischen Region einnehmen.[130] Die Eurasische Wirtschaftsunion basiert auf den „universellen Prinzipien der Integration und stellt einen integralen Bestandteil des größeren Europa dar. Sie vereint die gemeinsamen Werte der Freiheit, der Demokratie und der Marktgesetze“.[130]

Die Eurasische Wirtschaftsunion folgt dem Vorbild der Europäischen Union. Zu ihren Zielen gehören unter anderem:

  • Abschaffung von Zollgebühren und Zollkontrollen (Zollunion)
  • 2007, einheitlicher Wirtschaftsraum[131]
  • 1. Januar 2015, freier Personen- und Warenverkehr, Kapitalfluss und Austausch von Dienstleistungen[132] und Arbeitskräften[133]
  • freie Wahl des Ausbildungs- und Arbeitsortes
  • gemeinsame Abstimmung in Bereichen wie Energie, Industrie, Landwirtschaft und Transport
  • 1. Januar 2016: Gemeinsamer Markt für pharmazeutische Mittel und medizinische Geräte[134]
  • 2019: Beginn gemeinsamer Energiemarkt[134] durch[veraltet]
    • 2019: Gemeinsamer Strommarkt[135]
    • 2024: Gemeinsamer Erdölmarkt[135]
    • 2025: Gemeinsamer Gasmarkt[135]
  • bis 2025: Schaffung der Bedingungen für einheitlichen Finanzmarkt[134]
  • gemeinsame Währung (Währungsunion)[136]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BIP (KKP) Vergleich (IWF, 2021, Top 10, ungeordnet)

An der Spitze der Eurasischen Wirtschaftsunion stehen der aus den Staatschefs der Mitgliederstaaten bestehende Höchste Eurasische Wirtschaftsrat sowie der Eurasische Interregierungsrat der Ministerpräsidenten. Entscheidungen treffen diese Gremien ausschließlich im Konsensverfahren.[137] Ein weiteres Gremium ist die Eurasische Wirtschaftskommission (EAWK) mit Sitz in Moskau, die mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.[138] Die EAWK wurde im November 2011 nach der Unterzeichnung des Grundsatzabkommens über eurasische Integration gegründet und nahm Ihre Tätigkeit am 2. Februar 2012 auf. Sie besteht aus einem Kommissionsrat, einem Kommissionskolleg und Fachabteilungen.[139] Außerdem existiert noch das Gericht der EAWU in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Arbeitssprache aller Gremien der Eurasischen Wirtschaftsunion ist Russisch.[137]

Bis 2025 sollen die Mitgliedsstaaten ihre Gesetzgebung für den Finanzmarkt harmonisieren, um dann ein supranationales Organ für die Regulierung des Finanzmarktes in der kasachischen Stadt Almaty zu installieren.[140]

Ende Januar 2015 nahm die supranationale Anti-Monopolbehörde der Eurasischen Union ihre Arbeit auf. Antimonopolpolitik sei das erste Handlungsfeld der EAWU, für das ein supranationales Organ gegründet worden sei, sagte Nurlan Aldabergenow, Minister der Eurasischen Wirtschaftskommission für Wettbewerb und Anti-Monopol-Regelung, im Anschluss an die Sitzung der Leiter nationaler Antimonopolbehörden der EaU in Moskau.[134]

Diskrepanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die EAWU in Russland vom geopolitischen Blickwinkel heraus als Gegenmodell zur Europäischen Union betrachtet wird, stellen Kasachstan und Belarus ausgesprochen die wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Vordergrund.

Das harsche Vorgehen Russlands im Ukrainekonflikt hat außerdem in Kasachstan, wo es vor allem im Norden des Landes eine bedeutende russische Minderheit lebt, Argwohn und Ängste gegenüber Moskau auf den Plan gerufen. Erhärtet wurde das Bedrohungsgefühl nach den Äußerungen von Putin im Treffen mit der ihm nahestehenden Jugendbewegung Naschi („Die Unsrigen“) Ende August 2014, wonach Kasachstan vor Nursultan Nasarbajew zu keinem Zeitpunkt eine eigene Staatlichkeit gehabt habe. Es sei stets Teil der großen russischen Welt gewesen.[141]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eurasische Wirtschaftsunion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ↑ Hochspringen nach:a b Webseite der Eurasian Economic Union. Abgerufen am 11. Mai 2015 (englisch).
  2. ↑ Hochspringen nach:a b Poll: More Moldovans prefer integration with EEU to EU, NATO membership. Abgerufen am 7. Juni 2015.
  3.  Summe BIP KKP von RusslandBelarus und Kasachstan (2012) World Bank, GDP, PPP (current international $)
  4.  de.ria.ru
  5.  Friedrich Schmidt: Eurasische Wirtschaftsunion gegründet – Zum Unterschreiben verdammt. In: FAZ. 27. Mai 2014, abgerufen am 29. Mai 2014.
  6.  Russland forciert Eurasische Union – "Nesawissimaja Gaseta". RIA Novosti, 20. Dezember 2011, abgerufen am 29. Mai 2014.
  7.  On Accession of the Kyrgyz Republic to the Treaty on the Eurasian Economic Union, dated May 29, 2014. 29. Mai 2014, abgerufen am 28. Februar 2016.
  8.  Russland, Kasachstan und Belarus. Moskau bastelt Gegenentwurf zur EU, NZZ vom 30. Mai 2014.
  9.  Press statements following the Supreme Eurasian Economic Council meeting (englisch), Webseite des Präsidenten Russlands, 29. Mai 2014.
  10. ↑ Hochspringen nach:a b c "Russland – aktuelle Situation, zukünftige Entwicklung" (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  11. ↑ Hochspringen nach:a b c d e f Archivierte Kopie (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  12.  Archivierte Kopie (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive)
  13.  Russia wants to see Tajikistan in Eurasian Economic Union. In: panorama.am. 23. Oktober 2014, abgerufen am 2. Januar 2015 (englisch).
  14.  Таджикистан и Евразийский экономический союз. In: XOBAP. Archiviert vom Original am 18. Mai 2015; abgerufen am 13. Juni 2015 (russisch).
  15.  Astana gears up for Eurasian Economic Union 23. Mai 2014.
  16.  Il'ja Kukulin, „Eurasien“ statt „Russische Welt“. Zum Wandel eines schillernden Begriffs, in: Osteuropa, 11–12/2017, S. 176.
  17.  Ukraine seeking observer status in Eurasian Economic Union – YanukovychInterfax-Ukraine 19. Dezember 2013.
  18.  Ukraine legt sich auf EU-Assoziierung fest, dw.de, 27. September 2013.
  19.  Ukraine, under pressure from Russia, puts brakes on E.U. deal. Published: November 21, washingtonpost.com, abgerufen am 12. März 2014.
  20.  Putin stoppt Freihandel mit Ukraine, Tagesschau.de, 16. Dezember 2015.
  21.  Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation von 16. Dezember 2015 № 628 „über die Aussetzung des Vertrags über die Freihandelszone der Russischen Föderation mit der Ukraine“, Russische Regierung, 16. Dezember 2016.
  22.  Usbekistan erwägt Beitritt zur ZollunionRIA Novosti 12. November 2013.
  23.  Hubert Thielicke: Eurasische Integration nimmt Gestalt an: Vertrag über die Eurasische Wirtschaftsunion geschlossen. WeltTrends, September/Oktober 2014, S. 11–18, hier S. 14 Fn 6.
  24.  Belarus und die Eurasische Wirtschaftsunion, Belarus-Analysen, Nr. 18, 20. November 2014, S. 14.
  25.  Uzbek president slams Russia-led economic union (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive), Daily Times 7. Juni 2014.
  26.  Karimov: Uzbekistan Will Never Join Soviet-Style AllianceRadio Free Europe, 13. Januar 2015.
  27. ↑ Hochspringen nach:a b Usbekistan und Kuba erhielten Beobachterstatus bei EAWU. In: belta.by. Staatliches unitäres Unternehmen „Belarussische Telegraphenagentur“, 11. Dezember 2020, abgerufen am 2. Januar 2021.
  28.  Mongolia Considers Joining Eurasian Economic UnionThe Astana Times, 7. September 2016.
  29.  Az DLMN: Вступать ли Азербайджану в Евразийский союз? За и против | Dalma News. Abgerufen am 13. Oktober 2017 (ru-RU).
  30.  Армения против присоединения Азербайджана к ЕАЭС. In: Ритм Евразии. (ritmeurasia.org [abgerufen am 21. Oktober 2017]).
  31.  Syria wants to join Russia-led Eurasian Economic Union – prime minister. RT, 21. Juli 2015, abgerufen am 21. Juli 2015.
  32.  Donetsk People's Republic seeking Customs Union, EurAsEc membership, itar-tass.com, 17. Juni 2014.
  33.  Ketevan Charkhalashvili: Eurasia for Abkhazia and South Ossetia, georgianews.ge, 20. Juni 2013.
  34.  „Wendet euch von Russland ab“, BAZ, 18. Oktober 2014.
  35.  David M. Herszenhorn: Pact Tightens Russian Ties With Abkhazia, nytimes.com, 24. November 2014.
  36.  David X. Noack: Russische Einflussgewinne im Kaukasus und die Geopolitik der Südkaukasischen Eisenbahn, imi-online.de, 6. Oktober 2015.
  37.  Kamil Całus: Transnistria formalises a pro-Russian turn in foreign policy (pdf), OSW, 28. November 2012.
  38.  Giorgi Lomsadze: Will Karabakh „Join“ Russia’s Customs Union?, eurasianet.org, 10. Dezember 2013.
  39.  Did Sarkisian Skip the Customs Union Summit Because of Kazakhstan?, asbarez.com, 29. April 2014.
  40.  Kasachstan hält Uneinigkeiten auf dem Weg zur EAWU für überwindbar (Memento vom 2. Mai 2014 im Internet Archive), news.belta.by, 29. April 2014.
  41.  Armenia Rules Out Tariffs on Karabakh, asbarez.com, 14. Mai 2014.
  42.  Russia Assures Azerbaijan on Exclusion of Artsakh in Customs Union, asbarez.com, 18. Juni 2014.
  43.  EEC Board Chairman Viktor Khristenko met President of Peru Ollanta Humala, eurasiancommission.org, 7. November 2014.
  44.  Peru will Beobachterstatus in EAWU erhalten (Memento vom 25. Dezember 2014 im Internet Archive), belta.by, 10. November 2014.
  45.  kremlin.ru
  46.  Egypt to join Russia-led Eurasian free trade zone, rt.com, 10. Februar 2015.
  47.  Sofian Philip Naceur: Machtpoker am Nil, junge Welt, 13. Februar 2015.
  48.  Egypt, EAEU can sign free trade zone agreement in 2020: Russian minister, Egypt Today, 22. Juni 2019.
  49.  ERussia to continue working on free trade zone with Egypt, says Presidential Envoy, TASS, 13. Juli 2020.
  50.  Vietnam und Eurasische Zollunion unterzeichnen Freihandelsabkommen, www.vietnam-briefing.com, 30. Januar 2015.
  51.  Vietnam schließt Freihandelsabkommen mit der Eurasischen Wirtschaftsunion, finanzen.net, 10. Juni 2015.
  52. ↑ Hochspringen nach:a b Germany Trade and Invest GmbH: GTAI – Zoll Aktuell. Abgerufen am 23. Dezember 2017.
  53.  Radomir Ralev: Serbia signs free trade deal with EAEU. 28. Oktober 2019, abgerufen am 1. November 2019 (englisch).
  54.  Milica Stojanovic: Serbia Signs Trade Deal With Russia’s Eurasian Union. In: Balkan Insight. 25. Oktober 2019, abgerufen am 1. November 2019 (englisch).
  55.  Arman Kirakossjan/Ermek Ibraimow/Walerij Woronezkij/Sergej Netschajew/Kairat Sarybay: Vom Atlantik zum Pazifik: Zukunftsmarkt Eurasien, diepresse.com, 14. Juli 2015.
  56.  Schachzug gegen die USA: Russland rät EU zum Ausstieg aus dem TTIP. In: Deutschen Wirtschafts Nachrichten. 3. Januar 2015, abgerufen am 10. Januar 2015.
  57.  Andrew Rettman: Russia calls for EU talks with newly born Eurasian Union. 2. Januar 2015, abgerufen am 1. Juni 2015.
  58.  Lockruf aus Davos, Stephan Lorenz über das Angebot der Kanzlerin an Putin. 24. Januar 2015, abgerufen am 22. Mai 2015.
  59.  Bastian Brinkmann: Merkel und Gabriel machen Putin ein Angebot. 22. Januar 2015, abgerufen am 1. Juni 2015.
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  63.  Зимбабве захотела заключить соглашение о зоне свободной торговли с ЕАЭС — Интерфакс
  64.  Тунис предложил создать зону свободной торговли с ТС и ЕАЭС, rg.ru, 14. Januar 2015.
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  66.  Eurasische Wirtschaftsunion – Als Trio zurück zu alter Stärke? (Memento vom 29. Mai 2014 im Internet Archive), Horst Kläuser, ARD-Hörfunkstudio Moskau, 29. Mai 2014.
  67.  Putins Projekt einer Eurasischen Union – Eine EU für den Osten? tagesschau.de, 10. April 2014.
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  79.  Вес российского рубля в ТС составит 90 %, – советник президента РФ. Archiviert vom Original am 18. Februar 2013; abgerufen am 15. Januar 2015.
  80.  Armenien tritt von Russland dominierter Zollunion bei. In: handelsblatt.com. 3. September 2013, abgerufen am 8. Januar 2015.
  81.  Сирия заявила о намерении вступить в Таможенный союз. 21. Oktober 2013, archiviert vom Original am 30. April 2014; abgerufen am 8. Januar 2015.
  82.  Лукашенко не видит необходимости в единой валюте и политической надстройке в ЕЭС. 2. Oktober 2013, abgerufen am 8. Januar 2015 (russisch).
  83.  Назарбаев раскритиковал политизацию Евразийского экономического союза. 24. Dezember 2013, archiviert vom Original am 26. Dezember 2014; abgerufen am 6. Februar 2015 (russisch).
  84.  Nasarbajew schlägt Aufnahme der Türkei in die Zollunion vor. In: sputniknews.com. 24. Oktober 2013, abgerufen am 6. Februar 2015.
  85.  "Нефть, газ, автомобили". Лукашенко подпишет договор о создании Евразийского союза. 9. März 2014, abgerufen am 6. Februar 2015 (russisch).
  86.  Putin said the accession of Kyrgyzstan to the EAEC. Life News, 23. Dezember 2014, abgerufen am 1. Januar 2015 (russisch): „Kyrgyzstan is among the member countries of the Eurasian Economic Union (EAEC). Kyrgyzstan will participate in the governing bodies of the EAEC since the start of the Union – from 1 January 2015.“
  87.  Договор о Евразийском экономическом союзе. (PDF) 29. Mai 2014, archiviert vom Original am 15. Dezember 2014; abgerufen am 10. Dezember 2014.
  88.  Парламент Белоруссии ратифицировал договор о Евразийском экономическом союзе
  89.  9 октября 2014 года состоялось очередное заседание пятой сессии Палаты представителей пятого созыва, в ходе которого парламентарии рассмотрели пять вопросов (Memento vom 25. Dezember 2014 im Internet Archive)
  90.  Члены Совета Республики одобрили проект Закона Республики Беларусь «О ратификации Договора о Евразийском экономическом союзе» (Memento vom 25. Dezember 2014 im Internet Archive)
  91.  Лукашенко подписал закон о ратификации Договора о Евразийском экономическом союзе
  92.  Нижняя палата парламента Казахстана одобрила ратификацию договора о ЕАЭС
  93.  МАЖИЛИС ОДОБРИЛ ПРОЕКТ ЗАКОНА О РАТИФИКАЦИИ ДОГОВОРА О ЕВРАЗИЙСКОМ ЭКОНОМИЧЕСКОМ СОЮЗЕ
  94.  Парламент Казахстана ратифицировал договор о Евразийском экономическом союзе
  95.  Сенаторы ратифицировали Договор о Евразийском Экономическом Союзе
  96.  Казахстан ратифицировал договор о Евразийском экономическом союзе
  97.  Главой государства подписан Закон Республики Казахстан «О ратификации Договора о Евразийском экономическом союзе» (Memento vom 25. Dezember 2014 im Internet Archive)
  98.  Госдума ратифицировала договор о Евразийском экономическом союзе
  99.  Справка о голосовании по вопросу: О проекте федерального закона № 596865-6 «О ратификации Договора о Евразийском экономическом союзе»
  100.  Совет федерации ратифицировал договор о Евразийском экономическом союзе
  101.  Информация о результатах рассмотрения вопросов на 359 заседании Совета Федерации 1 октября 2014 года
  102.  Путин подписал закон о ратификации договора о создании ЕАЭС
  103.  Подписан закон о ратификации Договора о Евразийском экономическом союзе
  104.  Договор о присоединении Республики Армения к Договору о Евразийском экономическом союзе от 29 мая 2014 года. (PDF) 10. Oktober 2014, archiviert vom Original am 15. Dezember 2014; abgerufen am 10. Dezember 2014.
  105.  Парламент Армении ратифицировал договор о присоединении страны к ЕАЭС
  106.  Парламент завершил работу последних четырёхдневных заседаний осенней сессии
  107.  Палата представителей Беларуси ратифицировала договор о присоединении Армении к ЕАЭС (Memento vom 27. Dezember 2014 im Internet Archive)
  108.  19 декабря 2014 года состоялось заседание Палаты представителей, на котором были рассмотрены восемь вопросов. Пятая сессия Палаты представителей Национального собрания Республики Беларусь пятого созыва завершила свою работу. (Memento vom 22. Dezember 2014 im Internet Archive)
  109.  Белорусские сенаторы одобрили ратификацию договора о присоединении Армении к ЕАЭС (Memento vom 27. Dezember 2014 im Internet Archive)
  110.  Шестая сессия Совета Республики завершила работу (Memento vom 19. Dezember 2014 im Internet Archive)
  111.  Депутаты Казахстана одобрили ратификацию договора о ЕАЭС
  112.  МАЖИЛИС ОДОБРИЛ РАТИФИКАЦИЮ ДОГОВОРА О ПРИСОЕДИНЕНИИ АРМЕНИИ К ЕАЭС
  113.  Парламент Казахстана ратифицировал присоединение Армении к ЕАЭС
  114.  Сенат ратифицировал Договор о присоединении Армении к Договору о ЕАЭС и принял поправки в законодательство по вопросам кардинального улучшения условий для предпринимательства
  115.  Казахстан ратифицировал договор о присоединении Армении к ЕАЭС
  116.  Госдума ратифицировала договор о присоединении Армении к ЕАЭС
  117.  Справка о голосовании по вопросу: О проекте федерального закона № 666644-6 «О ратификации Договора о присоединении Республики Армения к Договору о Евразийском экономическом союзе от 29 мая 2014 года»
  118.  СФ ратифицировал договор о присоединении Армении к ЕАЭС
  119.  Информация о результатах рассмотрения вопросов на 364 заседании Совета Федерации 17 декабря 2014 года
  120.  Подписан закон о ратификации Договора о присоединении Армении к Договору о Евразийском экономическом союзе
  121.  Парламент Армении ратифицировал присоединение Киргизии к ЕАЭС
  122.  Нижняя палата парламента Белоруссии ратифицировала договор о присоединении Киргизии к ЕАЭС
  123.  Парламент Белоруссии ратифицировал договор о присоединении Киргизии к ЕАЭС
  124.  Президент Беларуси ратифицировал договор о вступлении Кыргызстана в ЕАЭС
  125.  Казахстан ратифицировал договор о вступлении Киргизии в ЕАЭС
  126.  МЫЙЗАМ ДОЛБООРЛОРУ БОЮНЧА МААЛЫМАТ (Memento vom 27. Februar 2016 im Internet Archive)
  127.  Атамбаев утвердил присоединение Киргизии к ЕАЭС
  128.  Стенограммы обсуждения законопроекта № 823290-6
  129.  Подписан закон о ратификации договора о присоединении Киргизии к ЕАЭС
  130. ↑ Hochspringen nach:a b Eurasische Wirtschaftsunion: Bindeglied zwischen Europa und Pazifik, MDR.de, 12. Juni 2015.
  131.  Putins Eurasische Union plant den Anti-Euro-Rubel, 29. Mai 2014
  132.  Eurasischer Start, Moskauer Deutsche Zeitung, 16. Januar 2015.
  133.  Zukunft Eurasische Union, derstandard.at, 22. Dezember 2011.
  134. ↑ Hochspringen nach:a b c d Erster Vorsitz in der Eurasischen Union geht an Belarus (Memento vom 29. Dezember 2014 im Internet Archive), deu.belta.by, 23. Dezember 2014, abgerufen 29. Dezember 2014.
  135. ↑ Hochspringen nach:a b c Maria Pastukhova / Kirsten Westphal: Die Eurasische Wirtschaftsunion schafft einen Energiemarkt – die EU steht abseits. (PDF) In: swp-berlin.org. Stiftung Wissenschaft und Politik, Januar 2018, S. 1, abgerufen am 8. März 2018.
  136.  PDF (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  137. ↑ Hochspringen nach:a b Hubert Thielicke: Eurasische Integration nimmt Gestalt an: Vertrag über die Eurasische Wirtschaftsunion geschlossen. WeltTrends, September/Oktober 2014, S. 11–18, hier S. 13.
  138.  Kai Ehlers: Zankapfel Ukraine: Europäische versus Eurasische UnionBlätter für deutsche und internationale Politik, Februar 2014.
  139.  О Евразийской экономической комиссии. Abgerufen am 14. Juni 2020.
  140.  Hubert Thielicke: Eurasische Integration nimmt Gestalt an: Vertrag über die Eurasische Wirtschaftsunion geschlossen. WeltTrends, September/Oktober 2014, S. 11–18, hier S. 12.
  141.  Kasachstan – In der Umarmung des russischen Bären. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 21. Oktober 2017]).

Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa

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Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
Teilnehmerstaaten
Mitglieder und Partner
  • 57 OSZE-Teilnehmerstaaten
  • 11 Partnerstaaten
  • Leitung
    Generalsekretärin Helga Schmid
    Vorsitzende Zbigniew Rau
    OSZE-Beauftragte
    für die Freiheit der Medien
     Teresa Ribeiro
    Gründung
    Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE)Juli 1973
    Schlussakte von Helsinki1. August 1975
    Charta von Paris21. November 1990
    umbenannt in OSZE1. Januar 1995
    Sonstiges
    SitzWallnerstraße 6 (Palais Pálffy)Wien,
     ÖsterreichKoordinaten: 48° 12′ 36,2″ N16° 21′ 53,2″ O | OSM | 
    Websitewww.osce.org

    Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZEenglisch Organisation for Security and Co-operation in EuropeOSCE) ist eine verstetigte Staatenkonferenz zur Friedenssicherung. Am 1. Januar 1995 ging sie aus der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) hervor, welche am 1. August 1975 mit der Schlussakte von Helsinki gegründet worden war. Die OSZE besteht aus folgenden 57 Teilnehmerstaaten:[1]

    Der Sitz des Generalsekretariats und der wichtigsten Gremien ist Wien mit der Hofburg sowie seit 2007 auch dem Palais Pálffy an der Wallnerstraße (Hauptsitz).

    Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Ziele der OSZE sind die Sicherung des Friedens und der Wiederaufbau nach Konflikten. Sie sieht sich selbst als stabilisierenden Faktor in Europa. Als regionale Abmachung nach Kapitel VIII der Charta der Vereinten Nationen soll die OSZE nach dem Subsidiaritätsprinzip als erster internationaler Ansprechpartner bei Konflikten innerhalb ihres Wirkungsbereiches dienen. Sie wird als System kollektiver Sicherheit angesehen und steht damit durchaus in Konkurrenz zur NATO, die allerdings deutlich militärischer ausgerichtet ist. Nach dem Prinzip „OSZE zuerst“ arbeitet sie auch mit Internationalen Organisationen zusammen. Bedingt durch das ergebnislose Gipfeltreffen 2010 blieb die Frage einer künftigen Zielsetzung der OSZE offen.

    Die Aktivitäten der OSZE gliedern sich in drei Themenbereiche („Dimensionen“), die auf die drei Körbe der Schlussakte von Helsinki zurückgehen. Diese sind (a) die Politisch-Militärische Dimension, (b) die Wirtschafts- und Umweltdimension und (c) die Humanitäre (Menschenrechts-)Dimension.

    Gremien und Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Tagung des ständigen Rates 2005 in Wien
    Die OSZE unterstützte den IFOR-Einsatz in Bosnien und Herzegowina, z. B. durch Stützpunkte, wie in diesem Bild gezeigt
    • Amtierender Vorsitz (bildet gemeinsam mit vorherigem und folgendem Vorsitz die Troika), unterstützt durch den Generalsekretär
    • Gipfel der Staats- und Regierungschefs (beschlussfassend; Treffen unregelmäßig, zuletzt 2010)
    • Ministerrat (jährliches Treffen)
    • Ständiger Rat (Wien, mindestens eine wöchentliche Tagung) und Komitees der drei Dimensionen.
    • Parlamentarische Versammlung
    • Forum für Sicherheitskooperation (kann Beschlüsse im militärisch-politischen Bereich fassen, Treffen wöchentlich)
    • OSZE-Missionen und „Field Operations“
    • Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR, Office on Democratic Institutions and Human Rights)
    • Hoher Kommissar für nationale Minderheiten
    • Beauftragter für die Freiheit der Medien (RFOM, Representative on Freedom of the Media)

    Generalsekretäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Generalsekretäre der OSZE:[2]

    AmtszeitNameStaat
    1993–1996Wilhelm Höynck Deutschland
    1996–1999Giancarlo Aragona Italien
    1999–2005Ján Kubiš Slowakei
    2005–2011Marc Perrin de Brichambaut Frankreich
    2011–2017Lamberto Zannier Italien
    2017–2020Thomas Greminger Schweiz
    seit 2021Helga Schmid Deutschland

    Der Generalsekretär der OSZE hat die folgenden Aufgaben:[3]

    Politisch
    • Handelt als Stellvertreter des Vorsitzenden und unterstützt ihn bei allen Aktivitäten, mit denen die Ziele der OSZE erreicht werden sollen
    • Nimmt an den Besprechungen der OSZE-Troika (vorheriger, aktueller und folgender Vorsitzender) teil
    • Unterstützt den Prozess des politischen Dialogs und der Verhandlungen zwischen den Teilnehmerstaaten
    • Unterhält enge Kontakte mit allen OSZE-Delegationen
    • Bildet, in Absprache mit dem Vorsitzenden, ein Frühwarnsystem für den Ständigen Rat im Falle von heraufziehenden Spannungen oder Konflikten im Bereich der OSZE und schlägt, nach Rücksprache mit den betroffenen Mitgliedstaaten, zeitgerechte und wirksame Maßnahmen zu deren Behebung vor
    • Kann den Entscheidgremien, in Absprache mit dem Vorsitzenden, jedes mit seinem Mandat zusammenhängende Thema vorlegen
    • Nimmt aktiv an den Debatten des Ständigen Rates und des Forums für Sicherheitskooperation teil
    Administrativ
    • Ist der administrative Geschäftsführer der OSZE und Leiter des OSZE-Sekretariats
    • Sorgt für die Durchführung der Entscheide der OSZE
    • Legt dem Ständigen Rat das Tätigkeitsprogramm und das Gesamtbudget vor
    • Beaufsichtigt die Tätigkeiten der OSZE im Felde und koordiniert deren operationelle Arbeit
    • Gewährleistet die programmliche Koordination zwischen dem Sekretariat, den Institutionen und den Tätigkeiten im Felde als auch innerhalb dieser Tätigkeiten
    • Bildet die Schaltstelle für die Koordination und Beratung zwischen den OSZE-Institutionen und führt regelmäßig Koordinationsbesprechungen mit deren Leitern durch, um Synergien zu erreichen und Doppelspurigkeiten zu vermeiden

    Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (BDIMR, mit der englischen Abkürzung ODIHR bezeichnet) in Warschau ist die „Hauptinstitution der Menschlichen Dimension“ (Korb III) der OSZE. Ursprünglich war das Büro für Freie Wahlen (eine Institution für internationale Wahlbeobachtung) die Komponente der Menschlichen Dimension im Institutionenpaket, über das auf dem Pariser Gipfel der KSZE 1990 verhandelt werden sollte.

    Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte in Warschau

    Seine erste Aufgabe bestand darin, die Wahlen in den ehemaligen Ostblock-Staaten Mittel- und Osteuropas sowie in den zentralasiatischen Republiken der ehemaligen Sowjetunion zu beobachten. Mit dem Helsinki-Dokument von 1992 wird das ODIHR weiter gestärkt, Norwegen ließ den Begriff der Demokratisierung und Menschenrechte in den Institutionentitel aufnehmen.

    In der Folge organisiert das ODIHR alle zwei Jahre ein Implementierungstreffen in Warschau, das die Einhaltung der OSZE-Verpflichtungen aus Korb III überwacht und an dem neben den OSZE-Teilnehmerstaaten auch andere zwischenstaatliche Organisationen und Nichtregierungsorganisationen teilnehmen. Darüber hinaus organisiert es Seminare, unterstützt die Missionen der OSZE und den Aufbau demokratischer Strukturen durch vielfältige andere Maßnahmen, sammelt Informationen und stellt sie zur Verfügung und publiziert Anleitungen. Weiterhin macht die Wahlbeobachtung einen großen Teil der Aktivitäten aus.[4]

    Direktoren
    AmtszeitNameStaat
    1991–1994Luchino Cortese Italien
    1994–1997Audrey Glover Vereinigtes Königreich
    1997–2002Gerard Stoudmann Schweiz
    2003–2008Christian Strohal Österreich
    2008–2014Janez Lenarčič Slowenien
    2014–2017Michael Georg Link Deutschland
    2017–2020Ingibjörg Sólrún Gísladóttir Island
    seit 2021Matteo Mecacci Italien

    Wirtschafts- und Umweltdimension[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Wirtschafts- und Umweltdimension geht auf den „zweiten Korb“ von Helsinki (Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie, Wissenschaft, Wirtschaft und Umwelt) zurück. In der Wirtschafts- und Umweltdimension kümmert sich die Organisation unter anderem um die Bekämpfung von Korruption, Geldwäsche, Finanzierung des Terrorismus, organisierter Kriminalität, sowie Internetkriminalität. Außerdem fördert die OSZE Zusammenarbeit im Umweltbereich, der Wasserverwaltung, Migrationsfragen und Energie.

    Hoher Kommissar für nationale Minderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Posten des Hohen Kommissars für nationale Minderheiten (HKNM) wurde auf dem Gipfel 1992 in Helsinki geschaffen. Das Büro des HKNM befindet sich in Den Haag und beschäftigt etwa 10 Mitarbeiter.

    Geprägt wurde dieses Amt der stillen Diplomatie seit 1992 durch den Niederländer Max van der Stoel, der 2001 von dem Schweden Rolf Ekéus abgelöst wurde. Von 2007 bis 2013 hatte der ehemalige norwegische Außenminister Knut Vollebaek das Amt des HKNM inne. Am 20. August 2013 hat die ehemalige Europaparlamentarierin und finnische Ministerin für Migration und europäische Angelegenheiten Astrid Thors ihre Amtsperiode als HKNM angetreten. Aktuell bekleidet der kasachische Diplomat Kairat Abdrakhmanov das Amt[5].

    Das Amt soll Spannungen, die den Frieden, die Stabilität oder die guten Beziehungen zwischen den OSZE-Teilnehmerstaaten gefährden könnten und sich aus ethnischen Spannungen entwickeln, erkennen und lösen. Sein Mandat erlaubt dem Hohen Kommissar (High Commissioner on National Minorities, HCNM) das frühe Eingreifen, also die Präventivdiplomatie.

    Das Mandat des HKNM ist im Vergleich zu den bisherigen Instrumenten der Konfliktbekämpfung innovativ, da es die zwischenstaatliche Ebene verlässt und so ein direktes Ansetzen im betroffenen Staat ermöglicht. Der HKNM dient der Frühwarnung bei Spannungen in Bezug auf nationale Minderheiten, und er kann im Zuge seines Engagements zum Ergreifen von Frühmaßnahmen vom Hohen Rat ermächtigt werden.

    Beauftragter für die Freiheit der Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Schließlich wird mit der Entscheidung 193 auf der Sitzung des Ständigen Rats am 5. November 1997 als jüngste dieser drei unabhängigen Institutionen das Amt des Beauftragten für Medienfreiheit (Representative on Freedom of the Media, RFOM) mit Sitz in Wien eingerichtet.

    Die Schaffung der Institution des OSZE-Beauftragten für Medienfreiheit geht auf eine deutsche Initiative zurück. Sie beruht auf der Anerkennung der besonderen Bedeutung von OSZE-Verpflichtungen hinsichtlich der Freiheit der Meinungsäußerung und der Rolle freier und pluralistischer Medien. Der Auftrag für die Schaffung der neuen Institution erging durch den OSZE-Gipfel, der im Jahr 1996 in Lissabon stattfand. Das Mandat wurde durch den Ministerrat in Kopenhagen (Dezember 1997) verabschiedet, durch den auch die Ernennung von MdB a. D. Freimut Duve zum ersten OSZE-Beauftragten für Medienfreiheit erfolgte. Sein Nachfolger war von März 2004 bis März 2010 (ebenfalls für die zulässige Dauer von zwei Amtszeiten) der Ungar Miklós Haraszti.[6] Im Juni 2017 wurde Harlem Désir aus Frankreich zum OSZE-Medienbeauftragten ernannt.

    Der Medienbeauftragte hat vergleichbar dem Hohen Kommissar für nationale Minderheiten der OSZE eine Frühwarnfunktion. Er wird tätig bei Einschränkungen der Medienfreiheit, die in der Regel Anzeichen einer konfliktträchtigen politischen Entwicklung sind. Bei Verdacht auf ernste Verstöße gegen OSZE-Prinzipien hat der Medienbeauftragte die Möglichkeit, direkte Kontakte mit dem Teilnehmerstaat und anderen Parteien aufzunehmen und den Sachverhalt zu beurteilen sowie dem Teilnehmerstaat Hilfestellung zu leisten und zur Lösung des Problems beizutragen.

    Antisemitismusbeauftragter der OSZE[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das Amt des Antisemitismusbeauftragten der OSZE, der Parliamentary Assembly Special Representative on Anti-Semitism, Racism, and Intolerance (englisch Sonderbeauftragter der Parlamentarischen Versammlung gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz), nimmt seit 2015 der US-Senator Benjamin Cardin wahr. In seiner Funktion sensibilisiert er für das anhaltende Problem der Vorurteile und Diskriminierung in der OSZE-Region, mit den Schwerpunkten Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Migranten- und Flüchtlingsfeindlichkeit sowie Diskriminierung im Justizsystem. Zu seinen Aufgaben gehört die Beratung der PA der OSZE bei der Umsetzung ihrer vereinbarten Strategien und die Entwicklung neuer Strategien zur Stärkung und zum Schutz schutzbedürftiger Gemeinschaften. Er bemüht sich, Vorurteile und Diskriminierungen in den 57 OSZE-Teilnehmerstaaten abzubauen.[7][8]

    Weitere Gremien und Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Nicht unmittelbar zur OSZE gehörig, jedoch an die Organisation in Wien angebunden, ist die OSCC, die für die Umsetzung des Vertrags über den Offenen Himmel (Open Skies) verantwortlich ist.

    Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Tagungsort der KSZE: Die Finlandia-Halle

    Vorläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Vorläufer der OSZE war die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), die auf eine Initiative des Warschauer Paktes hin zustande kam. Ab den 1950er Jahren hatte die Sowjetunion eine derartige Konferenz gefordert, aber die Westmächte, allen voran Westdeutschland, hatten dies abgelehnt. Bonn befürchtete, aus solchen Gesprächen könne auch eine internationale Akzeptanz der deutschen Teilung entstehen. Erst die neue Ostpolitik der sozial-liberalen Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) Anfang der 1970er Jahre brachte den Gedanken einer KSZE im Westen auf die Tagesordnung. Unter Brandts Motto „Wandel durch Annäherung“ wurde die eisige Stimmung des Kalten Krieges aufgelockert und die KSZE ermöglicht.[9] Die erste dieser multinationalen Konferenzen fand von 1973 bis 1975 in Helsinki statt. Teilnehmer der blockübergreifenden Konferenz waren alle europäischen Staaten (mit Ausnahme von Albanien), die Sowjetunion sowie die USA und Kanada.

    Die Konferenz war von einem Tauschgeschäft geprägt: Für den Ostblock brachte sie die Anerkennung der Grenzen der Nachkriegsordnung und einen stärkeren wirtschaftlichen Austausch mit dem Westen. Im Gegenzug machte der Osten Zugeständnisse bei den Menschenrechten. In den Folgejahren entstanden in mehreren sozialistischen Ländern Bürgerrechtsbewegungen, die sich auf die Schlussakte von Helsinki beriefen und zum Zusammenbruch des Ostblocks beitrugen, so dass die KSZE entscheidend zum Ende des Ost-West-Konflikts beitrug.

    Die ursprünglich als einmalige Veranstaltung geplante Konferenz wurde unter anderem mit den KSZE-Folgekonferenzen in Belgrad (1977–1978), Madrid (1980–1983), Wien (1986–1989) und wiederum Helsinki (1992) fortgeführt.

    Beim KSZE-Gipfeltreffen am 5. und 6. Dezember 1994 in Budapest[10] wurde beschlossen, die KSZE zu institutionalisieren und mit Wirkung vom 1. Januar 1995 in Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) umzubenennen.

    Gipfeltreffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In den 1990er Jahren fanden die folgenden Gipfeltreffen[11] statt

    • 2. bis 3. Dezember 1996 in Lissabon[12]
    • 18. bis 19. November 1999 in Istanbul[13]

    Nach einer elfjährigen Pause fand das nächste OSZE-Gipfeltreffen vom 1. bis 2. Dezember 2010 in Astana statt[14]. Den Vorsitz der Konferenz führte der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew. Auffassungsunterschiede zwischen westlichen und östlichen Mitgliedsländern bezüglich einer künftigen inhaltlichen und strategischen Ausrichtung der OSZE führten zu einem weiteren ergebnislosen Abschluss der Konferenz. Die geplante Verabschiedung eines Aktionsplanes zur Lösung internationaler Konflikte und zur Reform der OSZE scheiterte.[15]

    Treffen des OSZE-Ministerrates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zum Abschluss des Treffens am 5. Dezember 2014 in Basel gab es Deklarationen, aber keine Abschlusserklärung. Der Vorsitzende Didier Burkhalter erklärte, dass sich die Sicherheitslage in Europa im Jahr 2014 aufgrund der Ukraine-Krise verschlechtert habe.[16][17]

    Am 3./4. Dezember 2015 tagte der OSZE-Ministerrat in Belgrad. In der Zeit vom 8. Dezember 2016 bis zum 9. Dezember 2016 tagte der OSZE-Ministerrat in Hamburg. Das Treffen fand auf dem Gelände der Hamburg Messe statt. Die Außenminister der Teilnehmerstaaten versammelten sich darüber hinaus am 8. Dezember im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses, zu einem gemeinsamen Arbeitsessen. Das Treffen fand in Hamburg statt, weil Deutschland am 1. Januar 2016, zum zweiten Mal nach 1991, den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa übernommen hatte.

    Vorsitz und Treffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Vorsitz wechselt jährlich. Als Vorsitzender agiert jeweils ein Außenminister.

    JahrStaatVorsitzenderTreffen (Ort)Treffen (Datum)Bemerkungen
    1991 DeutschlandHans-Dietrich Genscher (ab 19. Juni)
    1992 TschechoslowakeiJiří Dienstbier (bis 2. Juli); Jozef Moravčík (ab 3. Juli)
    1993 SchwedenMargaretha af Ugglas
    1994 ItalienBeniamino Andreatta (bis 11. Mai); Antonio Martino (ab 12. Mai)
    1995 UngarnLászló Kovács
    1996 SchweizFlavio Cotti
    1997 DänemarkNiels Helveg Petersen
    1998 PolenBronisław Geremek
    1999 NorwegenKnut Vollebæk
    2000 ÖsterreichWolfgang Schüssel (bis 4. Februar); Benita Ferrero-Waldner (ab 5. Februar)
    2001 RumänienMircea Geoană
    2002 PortugalJaime Gama (bis 6. April); Antonio Martins da Cruz (ab 7. April)
    2003 NiederlandeJaap de Hoop Scheffer (bis 3. Dezember); Bernard Bot (ab 4. Dezember)
    2004 BulgarienSolomon Passy
    2005 SlowenienDimitrij Rupel
    2006 BelgienKarel de Gucht
    2007 SpanienMiguel Ángel Moratinos
    2008 FinnlandIlkka Kanerva (bis 4. April); Alexander Stubb (ab 5. April)
    2009 GriechenlandDora Bakoyannis (bis 5. Oktober); Georgios Papandreou junior (ab 6. Oktober)
    2010 KasachstanQanat SaudabajewAstana (seit 2019 Nur-Sultan)01.12.2010 bis 02.12.20101. Gipfeltreffen nach elfjähriger Pause
    2011 LitauenAudronius Ažubalis
    2012 IrlandEamon Gilmore
    2013 UkraineLeonid Koschara
    2014 SchweizDidier BurkhalterBasel05.12.2014Deklarationen, aber keine Abschlusserklärung
    2015 SerbienIvica DačićBelgrad03.12.2015 bis 04.12.2015
    2016 DeutschlandFrank-Walter Steinmeier[18]Hamburg08.12.2016 bis 09.12.2016
    2017 ÖsterreichSebastian Kurz (bis 18. Dezember); Karin Kneissl (ab 18. Dezember)Wien07.12.2017 bis 08.12.2017
    2018 ItalienEnzo Moavero MilanesiMailand06.12.2018 bis 07.12.2018
    2019 SlowakeiMiroslav Lajčák
    2020 AlbanienEdi Rama
    2021 SchwedenAnn Linde
    2022 PolenZbigniew Rau

    Teilnehmerstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schlussakte von Helsinki und Charta von Paris unterzeichnet
  • Schlussakte von Helsinki unterzeichnet
  • keine Unterzeichnung
  • Partnerstaaten
  • 11 Partnerstaaten[19]
    StaatKooperiert seit
     Afghanistan2003
     Ägypten1975
     Algerien1975
     Australien2009
     Israel1975
     Japan1992
     Jordanien1998
     Marokko1975
     Südkorea1994
     Thailand2000
     Tunesien1975


    Die 57 Teilnehmerstaaten und das Datum des Beitritts[1]
    StaatBeitrittSchlussakte von Helsinki unterzeichnetPariser Charta unterzeichnet
     Albanien19. Juni 199116. September 199117. September 1991
     Andorra25. April 199610. November 199917. Februar 1998
     Armenien30. Januar 19928. Juli 199217. April 1992
     Aserbaidschan30. Januar 19928. Juli 199220. Dezember 1993
     Belarus30. Januar 199226. Februar 19928. April 1993
     Belgien25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Bosnien und Herzegowina30. April 19928. Juli 1992 
     Bulgarien25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Dänemark25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Deutschland25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Estland10. September 199114. Oktober 19926. Dezember 1991
     Finnland25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Frankreich25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Georgien24. März 19928. Juli 199221. Januar 1994
     Griechenland25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Heiliger Stuhl25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Irland25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Island25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Italien25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Kanada25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Kasachstan30. Januar 19928. Juli 199223. September 1992
     Kirgisistan30. Januar 19928. Juli 19923. Juni 1994
     Kroatien24. März 19928. Juli 1992 
     Lettland10. September 199114. Oktober 19916. Dezember 1991
     Liechtenstein25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Litauen10. September 199114. Oktober 19916. Dezember 1991
     Luxemburg25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Malta25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Moldau30. Januar 199226. Februar 199229. Januar 1993
     Monaco25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Mongolei21. November 2012  
     Montenegro22. Juni 20061. September 2006 
     Niederlande25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Nordmazedonien12. Oktober 1995  
     Norwegen25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Österreich25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Polen25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Portugal25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Rumänien25. Juni 19731. August 197521. November 1990
     Russland ab 30. Januar 1992 als Rechtsnachfolger der  Sowjetunion25. Juni 19731. August 197521. November 1990